IJOS - BLOG

Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement

Steuer- und Rentenversicherungspflicht von selbständig Tätigen in SPLG

Freitag 25. Juli 2014 von Frank Plaßmeyer

Jetzt wird es Ernst mit Honorarkräften in Erziehungsstellen bzw. SPLGs (ja, die heißen in NRW so…)

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat mit Datum vom 30.06.2014 ein Rundschreiben versandt, in dem Einrichtungsträger darauf hingewiesen werden, dass aufgrund aktueller Vorkommnisse Träger von betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen ihre Honorarkräfte darauf hinweisen müssen, dass ihre Honorartätigkeit einer Steuer- und Rentenversicherungspflicht unterliegt.

Meines Erachtens ist das eine nette Absicherungsmaßnahme für die betriebserlaubniserteilende Behörde. Das Problem (z.B. die sog. Scheinselbständigkeit und daraus resultierende Versicherungspflichten) wird damit allerdings nicht gelöst. Auch für Einrichtungen bestehen bezogen auf die Beschäftigung von Honorarkräften erhebliche Risiken.

Ich empfehle bereits seit vielen Jahren grundsätzlich keine Honorarkräfte als dauerhaften “Ersatz” für die im Rahmen des Stellenplans und der Betriebserlaubnis vorgesehenen Fachkräfte zu beschäftigen. Das finanzielle Risiko sowohl für Einrichtungsträger als auch für die Honorarkräfte ist enorm hoch.

Das Rundschreiben finden Sie hier.

Gerne berate ich Sie in dieser Angelegenheit gemeinsam mit den uns angeschlossenen Fachanwälten.

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Monopolkommission: Wettbewerb in Kinder - und Jugendhilfe

Dienstag 22. Juli 2014 von Frank Plaßmeyer

Die Monopolkommission hat sich in seinem aktuellen XX. Hauptgutachten mit dem Wettbewerb in der Kinder- und Jugendhilfe befasst.

Die Monopolkommission ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das die Bundesregierung und die gesetzgebenden Körperschaften auf den Gebieten der Wettbewerbspolitik, des Wettbewerbsrechts und der Regulierung berät. Ihre Gutachten werden veröffentlicht. Die Monopolkommission hat dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie nun am 09.07.2014 ihr Zwanzigstes Hauptgutachten (Zweijahresgutachten) gemäß § 44 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) überreicht. Das Gutachten trägt den Titel „Eine Wettbewerbsordnung für die Finanzmärkte”.

Hier finden Sie einen Auszug aus dem Hauptgutachten (Kapitel I) zum Wettbewerb in der Kinder- und Jugendhilfe.

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IJOS-Seminar: Pädagogisches Controlling in der Jugendhilfe

Montag 21. Juli 2014 von Frank Plaßmeyer

Erstmalig haben wir im Juni d.J. ein 2-tägiges Seminar zum Thema Pädagogisches Controlling in der Jugendhilfe durchgeführt. Zielsetzung war es Methoden und ein Instrumentarium zu vermitteln, welches die qualitativ hochwertige Planung, Gestaltung und Sicherstellung der Umsetzung von pädagogischen Prozessen mit den zu betreuenden jungen Menschen in den Einrichtungen sicherstellen hilft.

Die beiden ReferentInnen Frau Preuß (Einrichtungsleiterin) und Herr Langer (Organisationsberater, Coach) haben mit den teilnehmenden Fachkräften - verantwortlich handelnde Pädagogische Leitungen - ihre zentralen Aufgaben, wie Aufnahmeverfahren, Hilfe- und Handlungsplanung, Zielfindungs- und Reflexionsverfahren, Beteiligungsprozesse sowie die relevanten Beratungsprozesse in den Einrichtungen vorgestellt, beraten und qualifiziert. Die Arbeitsweise des Seminars war prozessorientiert (Workshop) und die Teilnehmenden waren aufgefordert eigene Sichtweisen und Erfahrungen aus ihrem Kontext in das Seminar einzubringen.

In den Einrichtungen werden aktuell sehr unterschiedliche Kennzahlen ermittelt und eine Reihe von Prozessen definiert (QM) und evaluiert. Häufig fehlt im Zusammenhang der unmittelbaren pädagogischen Leistungen aber ein Gesamtansatz, das standardisieren von Prozessen, eine verbindlich interne Abstimmung sowie die Verständigung auf verlässlicher Messgrößen.

Der Einsatz eines hochqualitativen pädagogischen Controllings sichert die Umsetzung und Zielerreichung der geplanten pädagogischen Interventionen ab, qualifiziert Ihre OE-Prozesse und wirkt als ein zentrales Instrument zur Unterstützung von Qualitätsentwicklungsprozessen. Es umfasst Entwicklungen im Vorfeld, Zielfindungs- und Zielerreichungsprozesse, Abweichungen von den Soll-Vorstellungen und beinhaltet gleichzeitig Verfahrensweisen wie steuernd eingegriffen werden kann.

Im kommenden Jahr wird die IJOS GmbH mit den beiden Referentinnen das Seminar erneut anbieten und die Inhalte auf Basis von neuen Erfahrungen weiter qualifizieren. Der Schwerpunkt wird dabei wieder auf dem Austausch der unterschiedlichen Ansätze und der Qualifizierung der eigenen Prozesse der Teilnehmenden liegen.

Einrichtungen können das Seminar auch als Inhouse-Veranstaltung buchen um eine passgenaue interne Abstimmung und eine einrichtungsbezogene Lösung anzustreben. Sprechen Sie uns hierzu gern an. Wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam eine, auf Ihren Bedarf angepasste Planung und führen die Veranstaltung (den OE-Prozess) entsprechend durch.

Claus Langer, Berater

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Stellenangebot: Fachbereichsleitung (überörtlicher Träger der Sozialhilfe)

Dienstag 15. Juli 2014 von Frank Plaßmeyer

Gerne weisen wir auf ein Stellenangebot eines Mandanten (überörtlicher Träger der Sozialhilfe) in Hessen hin:

Hier der Ausschreibungstext in Kurzform:

Für einen aktuellen Mandanten, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in Hessen, welcher als überörtlicher Träger der Sozialhilfe die Finanzierung und bedarfsgerechte Gestaltung von Unterstützungsleistungen für behinderte, kranke und benachteiligte Menschen für die Landkreise und kreisfreien Städte Hessens wahrnimmt, suchen wir eine engagierte, fachlich qualifizierte Führungskraft als Fachbereichsleitung.

Der Schwerpunkt des Fachbereiches liegt derzeit in der Aufgabenwahrnehmung für den Personenkreis der seelisch behinderten und/oder abhängigkeitskranken Menschen; durch Änderungen der Aufbau- und Ablauforganisation im zuständigen Dezernat können sich Veränderungen der Aufgaben sowie Zuständigkeiten der Fachbereichsleitung in der Zukunft ergeben. Der Dienstsitz kann in Darmstadt oder Wiesbaden eingenommen
werden.

Interessiert? Aussagefähige Bewerbungsunterlagen und Kontaktinformationen finden Sie hier.

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Ist Inklusion bezahlbar?

Dienstag 3. Juni 2014 von Frank Plaßmeyer

Hier mal ein Beitrag in ganz eigener Sache. Ich möchte Sie heute aufmerksam machen auf eine kostenfreie Fachtagung zum Thema “Inklusion”, die von der Aktion Mensch unterstützt wird. Eine Teilnahme lohnt sich!

Die Ev. Stiftung Ummeln in Bielefeld veranstaltet am 24.09.2014 einen Fachtag mit dem Titel “Ist Inklusion bezahlbar?” Es soll insbesondere über die komplexen Bedingungen und Stolpersteine des Paradigmenwechsels “Inklusion” gesprochen und auch gestritten werden.

Den Bielefeldern ist gelungen, Herrn Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt sowie Herrn Raul Krauthausen als Referenten zu gewinnen.

Ich würde mich sehr über Ihre Anmeldung freuen. Ich werde übrigens auch dabei sein :-)

Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier zum Download.

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IJOS-Zertifikatskurs “Kinderschutzfachkraft”

Montag 26. Mai 2014 von Frank Plaßmeyer

Gut vorbereitet auf Ihre Aufgabe und mit Zertifikat in der Hand verabschiedeten sich am Freitag, den 23.05.2014 insgesamt 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem aus dem IJOS-Zertifikatskurs zur “Kinderschutzfachkraft” (”insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8 a SGB VIII”).

Als “sehr, sehr intensiv und sehr, sehr gut” wurde der Kurs beschrieben, der von März bis Mai über 4 Module verteilt im schönen Wuppertal stattfand.

Neben den verschiedenen Fachreferenten, die passend zu den Themen in jedem Modul dazu kamen, gratulieren Elisa Kopitzki und Jan Pöter als Kursbegleitung den Teilnehmenden.

Unser nächster Zertifikatskurs beginnt im Oktober in Münster.

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Welches Schweinderl hätten’s denn gern?

Sonntag 30. März 2014 von Frank Plaßmeyer

Kennen Sie diesen legendären Satz noch aus dem TV-Quiz “Was bin ich”? So ähnlich geht es gerade in der Jugendhilfe in NRW zu…

Jetzt sollen die Jugendämter in NRW entscheiden, wie das Servicecenter beim Landschaftsverband (LWL oder LVR) in der rahmenvertragslosen Zeit im Auftrag des Jugendamtes verhandeln soll. Zur Wahl stehen die bewährten Grundlagen des alten Rahmenvertrages oder der durch die sog. AG KSV (Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände) empfohlene Umgang (über diesen Unfug habe ich bereits in diesem Blog berichtet).

Die Finanzabteilungen der Landschaftsverbände schreiben in diesem Zusammenhang gerade alle Jugendämter in NRW an und bitten um Rückmeldung bis Ende März. Hier ein kleiner Auszug aus dem Schreiben der LWL-Finanzabteilung v. 26.02.2014:

“Um die Verfahren im Zusammenhang mit Entgeltverhandlungen während der rahmenvertragslosen Zeit zu beschleunigen und unnötige Rückfragen zu vermeiden, möchte ich Folgendes anregen:

  • Bei Übersendung von Kalkulationsunterlagen zur Vereinbarung von Entgelten sollte Ihre Zielrichtung im Hinblick auf die von der AG KSV verfolgten Ziele (siehe o. g. Schreiben vom 16.12.2013) klar erkennbar sein, damit der LWL seine Beratung darauf abstellen kann.
  • Sofern gegenüber den bisherigen Landesrahmenverträgen abweichende Eckdaten vereinbart werden sollen, bedarf es dafür einer fachlichen Begründung gegenüber dem Verhandlungspartner. Gleiches gilt bei unveränderten Eckdaten, sofern der Verhandlungspartner diese nunmehr in Frage stellt, da die Landesrahmenverträge gekündigt wurden.
  • Den Kalkulationsunterlagen sollten Belege über die Auslastung der abgelaufenen Wirtschaftsperiode sowie eine Prognose für die Zukunft und die Anlage X für die Personalkostentransparenz beigefügt werden.
Wenn das für Sie nach § 78 e SGB VIII zuständige Jugendamt sich für die AG KSV-Variante entscheiden sollte und Sie davon erfahren sollten, dann informieren Sie mich bitte. Ich mache gerade eine Liste…

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Rahmenvertrag NRW nach § 78 SGB VIII im Sinne der Aufgabenerfüllung der Einrichtungen verhandeln

Donnerstag 27. Februar 2014 von Frank Plaßmeyer

Nach wie vor ist in NRW das Thema Auslastung strittig. Eine Hilfe zum Umgang mit dieser Problematik liefert das Rheinland.

In der 22. Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses der Landschaftsversammlung (LVR) am 04.12.2013 in Köln sowie in der 33. Sitzung des Landschaftsausschusses am 06.12.2013 in Köln wurde nahezu einstimmig folgender empfehlender Beschluss verabschiedet:

„Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Neuverhandlung des Rahmenvertrages NRW nach § 78 SGB VIII als Grundlage für die Entgeltvereinbarungen in den Gesprächen mit den Kommunalen Spitzenverbänden darauf hinzuwirken, dass die Mindestauslastungen nicht von 93% auf 98% angehoben werden.“

Das Protokoll v. 04.12.2013 (siehe Punkt 29.1.1.) finden Sie hier. (Den dazugehörigen Antrag finden Sie hier.)
Das Protokoll v. 06.12.2013 (siehe Punkt 22.1.1.) finden Sie hier.

Möglicherweise nutzen Ihnen diese Papiere im Rahmen Ihrer laufenden Verhandlungen.

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Neues Kalkulationsschema “Jugendhilfe” für NRW

Samstag 15. Februar 2014 von Frank Plaßmeyer

Um den  allgemeinen “Kuddelmuddel” ein Ende zu bereiten, habe ich ein neues, verändertes Kalkulationsschema für die Kalkulation und Vereinbarung von Leistungsentgelten in NRW entwickelt. :-)

Mein Kalkulationsschema orientiert sich am System das alten, mittlerweile ungültigen Rahmenvertrages NRW und ist selbstverständlich nicht mit den Freien und Öffentlichen Verbänden abgestimmt. Alle aus meiner Sicht überzogenen restriktiven, sachfremden und ungültigen Merkmale habe ich beseitigt. Darüber hinaus habe ich sinnvolle Zusätze, wie etwa AfA und Eigenkapitalverzinsung mit in das Schema aufgenommen.

Ich empfehle ab sofort die Anwendung meines Kalkulationsschemas. Dieses können Sie kostenfrei und sofort hier als Excel-Datei herunter laden. Für etwaige Fehler übernehme ich jedoch keinerlei Haftung. Rechnen und prüfen müssen Sie entweder selbst oder aber Sie beauftragen die IJOS GmbH damit.

Gerne können Sie sich bei Fragen an mich bzw. meine Kolleginnen und Kollegen im IJOS wenden.

Herzliche Grüße!

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Eine “kleine Polemik” zu den Ansichten der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände in NRW

Samstag 15. Februar 2014 von Frank Plaßmeyer

Mittlerweile kennen ja alle das m.E. abstruse Informationsschreiben der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände in NRW, „Rahmenverträge NRW gem. § 78 f SGB VIII“ v. 16.12.2013…

Ich kann mir leider nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass in diesem aus Schreiben inhaltlich falsche Sachverhalte dargestellt werden.

Ich habe in diesem Zusammenhang eine “kleine Polemik” verfasst, die sie hier zum Download als PDF-Datei finden. Gerne erwarte ich hierzu Ihre Kommentare.

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