IJOS - BLOG

Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement

Archiv für die 'Methodik' Kategorie

Fit sein für effektive Führung

Freitag 1. März 2013 von Frank Plaßmeyer

Letzte Woche sind wir mit einer hochmotivierten Gruppe in unsere IJOS-Seminarreihe „Fit sein für effektive Führung” gestartet.

Die 4-modulige Fortbildung ist für Führungskräfte der Sozialwirtschaft gestaltet und findet nach insgesamt 12 Seminartagen im Dez. 2013 ihren Abschluss. Inhaltlicher Schwerpunkt des ersten Moduls war die eigene Person (Führungskraft) im Kontext der “lernenden Organisation”.

Die Teilnehmenden bringen verschiedenen berufliche Hintergründe, individuelle Werdegänge und umfassende Praxiserfahrungen in das Seminar ein. Durch die prozess- und ressourcenorientierte Arbeitsweise fanden alle Teilnehmenden schnell sowie wertschätzend zusammen und konnten sich, neben den Theorieinputs vertiefend mit ihrer Rolle, auch im Kontext ihrer Organisation auseinandersetzen. Viel Wert wird von den Referenten (Herr Claus Langer und Herr Thomas Asche) auf das Einbringen von Praxisbeispielen der Teilnehmenden, der Gestaltung von fachlichen Austauschprozessen und der Durchführung von eigenen konkreten Vorhaben gelegt.

Ein wesentlicher Meilenstein ist die Erstellung einer Potentialanalyse (compro+) mit Selbst- und Fremdbewertung und einer wissenschaftlich belegten Auswertung, auf deren Basis die Teilnehmenden Entwicklungsbedarfe und ihre Potentiale erkennen können. Der direkte Austausch mit den Personen, welche die Fremdbewertung durchführen, sowie die Ergebnisse der Analyse können dann in persönliche Veränderungsvorhaben einfließen oder Qualitätsentwicklungsprozessen in der Organisation der Teilnehmenden dienen.

Die weiteren Seminare (siehe auch unsere Seminarprogramm) vermitteln Inhalte zu den Themen professionelle Kommunikation, Teamprozesse erkennen und gestalten sowie Steuerung, Entwicklung und Begleitung von Veränderungsprozessen.

Diese mehrmodulige Seminarreihe wird nun jährlich stattfinden um Personen im Hinblick auf Leitungskompetenzen zu qualifizieren. Durchgängig impliziert die prozess- und praxisbezogene Vorgehensweise das neben den Teilnehmenden auch direkt deren Arbeitsfelder/Einrichtungen eine Wertschöpfung erleben.

Kategorie: Allgemein, Methodik, Projektmanagement | Keine Kommentare »

Mitarbeitendenbefragung in der Pflege und der Behindertenhilfe

Freitag 15. Februar 2013 von Frank Plaßmeyer

Aufmerksam machen möchte ich Sie heute auf einen sehr interessanten Blog-Beitrag eines befreundeten Kollegen aus Ravensburg.

Dr. Stephan List befeuert seit längerem ein klasse Weblog mit dem Titel:  Arbeit statt Stress- Die Website zur psychischen Gesundheit und zum demographischen Wandel.

In seinem jüngsten Beitrag verweist Stephan List auf eine höchst interessante Praxisanleitung zur Mitarbeitendenbefragung. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat eine Neuauflage ihrer Praxisanleitung zur Mitarbeiterbefragung veröffentlicht. Sie erfahren dort, wie Sie bei einer derartigen Befragung vorgehen können. Sie finden in der Broschüre auch die geeigneten Fragebögen. Sie können den Leitfaden hier als pdf-Datei herunterladen.

Kategorie: Allgemein, Literatur, Methodik | Keine Kommentare »

IJOS-Fortbildungsprogramm 2013

Dienstag 20. November 2012 von Frank Plaßmeyer

Unser neues Fortbildungsprogramm für das Jahr 2013 ist ab sofort abrufbar.

Unsere bewährten Fortbildungen, Intensivseminare und Workshops greifen aktuelle Trends und Besonderheiten der Jugendhilfe- und Behindertenhilfe auf und vermitteln Fach- und Führungskräften modernes Expertenwissen. 40 ausgesuchte Veranstaltungen mit erfahrenen Referentinnen und Referenten bieten Ihnen qualitativ hochwertigen Input.

Ab sofort kann unser neues Fortbildungsprogrammheft für das Jahr 2013 hier als Pdf-Datei (3,6 MB) geladen werden.

Gerne nehmen wir schon jetzt Ihre Anmeldungen entgegen. Hier finden Sie unser Anmeldeformular.

Gerne senden wir Ihnen unseren Fortbildungskatalog auch in gedruckter Form zu.

Ansprechpartnerin im IJOS - Büro ist Frau Elisa Kopitzki (Tel.: 0540140847).

Kategorie: Allgemein, Entgelte HzE, Fördermittel, Gründung, Jugendrecht, Methodik, Organisation, Projektmanagement | Keine Kommentare »

Baurechtliche Beurteilung von Jugendhilfeeinrichtungen

Samstag 17. September 2011 von Frank Plaßmeyer

Jugendhilfeträger müssen sich zunehmend mehr mit dem Thema Baurecht beschäftigen. Immer häufiger erreichen mich Anfragen (…derzeit wöchentlich!), die sich auf den richtigen Umgang mit den örtlich zuständigen Bauämtern beziehen. Auch ich durfte in diesem Zusammenhang seit ungefähr einem Jahr meine eigenen, persönlichen Erfahrungen im Zusammenspiel mit drei (!) Bauämtern machen und weiß mittlerweile, dass es sowohl in NRW als auch in Niedersachsen keine einheitlichen Verfahren und Bewertungen seitens der Baubehörden gibt. Man ist abhängig von der jeweiligen örtlichen Rechtsauffassung. Die Effekte für die Einrichtungen sind teilweise fatal und können massive Auswirkungen auf die Finanzierungssituation der Einrichtungen haben. In Extremfällen droht sogar der Entzug der Betriebserlaubnis. Als Beispiel sei an dieser Stelle das Thema Brandschutz genannt. Wer sich hiermit beschäftigt, merkt schnell, dass man es mit einem Faß ohne Boden zu tun hat.

Gerade eben habe ich vom ersten Vorsitzenden der Interessengemeinschaft von Kinderhäusern und Kinderkleinstheimen in Westfalen-Lippe e.V., Herrn Quenkert, ein Antwortschreiben des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Erlaubnis zur Veröffentlichung erhalten (das Schreiben steht hier zum download bereit). Den Inhalt finde ich erschreckend. Demzufolge sind Einrichtungen, die Kinder und/oder Jugendliche betreuen grundsätzlich als Sonderbauten nach § 54 der Bauordnung im Einzelfall baurechtlich zu beurteilen. Somit kann es zu unterschiedlichen Bewertungen über die einzuhaltenen Anforderungen durch die zuständigen Baubehörden kommen. Herzlichen Glückwunsch!

Ich schlage vor, dass sich ALLE Verbände schnellstmöglich diesem Thema widmen und dem Chaos ein Ende bereiten. Wir brauchen dringend verbindliche und einheitliche Regelungen für die Jugendhilfe.

Kategorie: Allgemein, Entgelte HzE, Gründung, Kurioses, Methodik, Software | Keine Kommentare »

Vorgesetzte fragen sich manchmal…

Sonntag 17. Oktober 2010 von Frank Plaßmeyer

Vorgesetzte fragen sich manchmal, warum ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht immer das tun, was von ihnen verlangt wird.

Bert Webb gibt auf open loops 16 mögliche Gründe an, warum dies so ist:

  1. Mitarbeiter wissen nicht, warum sie etwas tun sollen,
  2. sie wissen nicht, wie sie es tun sollen,
  3. sie wissen nicht, was sie tun sollen,
  4. sie denken, auf die Art des Vorgesetzten wird es nicht funktionieren,
  5. sie denken, ihr Vorgehen ist besser,
  6. sie denken, etwas anderes ist wichtiger,
  7. es gibt keine positiven Konsequenzen für die Erledigung der Aufgabe,
  8. sie meinen, sie würden die Aufgabe erledigen, sie tun es in Wirklichkeit aber gar nicht,
  9. sie werden belohnt dafür, die Aufgabe nicht zu erledigen,
  10. sie werden bestraft dafür, dass sie tun, was von ihnen verlangt wird,
  11. sie erwarten negative Konsequenzen, wenn sie es tun,
  12. ihre schwache Leistung zieht keine negativen Folgen nach sich,
  13. sie stoßen auf Hindernisse, die außerhalb ihres Einflusses liegen,
  14. persönliche Beschränkungen halten sie davon ab, die Aufgabe zu Ende zu bringen,
  15. persönliche Angelegenheiten,
  16. es ist unmöglich, die Aufgabe zu erledigen.

Kategorie: Allgemein, Methodik, Organisation | Keine Kommentare »

Projekt gesucht: familie@unternehmen.NRW

Mittwoch 29. Juli 2009 von Dr. Michael Seligmann

Förderwürdige Kooperationsprojekte von Kinder- und Jugendhilfe mit Unternehmen werden in NRW gesucht. Es können auch Projekte sein, die auf eine Familienfreundlichkeit in einem Unternehmen der Kinder- und Jugendhilfe abzielen, oder Erkenntnisse aus der pädagogischen Forschung in solchen Unternehmen umsetzen wollen.

Eingereicht werden können PROJEKTE, die noch nicht begonnen haben, bis zu zwei Jahren laufen dürfen, abgegrenzt sein müssen.

Inhalte:

  1. Familienfreundliche Personalpolitik
  2. Familienfreundliche Unternehmenskultur durch z.B. Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen
  3. Familienfreundliche Unternehmensinfrastruktur
  • Service für Familien (Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen)
  • Neue Ansätze der Betreuung (betriebliche bzw. betrieblich unterstützte Kinderbetreuung, Pflege etc.)
  • Schulkinderbetreuung (Nachmittags-, Notfall- und Ferienangebot)

Projektskizzen müssen bis zum 15.10.2009 eingereicht werden. Die Auswahl erfolgt bis Ende Januar 2010.

Ein Eigenanteil von mindestens 50% ist Voraussetzung. Die Gesamtfinanzierung muss unter Einbeziehung der Eigenbeteiligung erkennbar gesichert sein. Die Förderung erfolgt nach dem Prinzip der Zusätzlichkeit. Mit Hilfe der Förderung können in der Regel nur Sach- und Personalkosten erstattet werden, die unmittelbar durch das Projekt entstehen. Laufende Geschäftsausgaben sind nicht förderfähig. Um die nötige Eigeninitiative der Akteure belegen zu können, muss im Rahmen der Projektskizzen dargelegt werden, wie sie nach Ablauf einer Förderung ohne weitere öffentliche Hilfen finanziert und weitergeführt werden sollen. Entsprechende Erklärungen der Akteure sind beizufügen. Kooperationsvorhaben, vor allem solche, die die Überführung von Forschungsaktivitäten und -ergebnissen in marktgerechte Produkte zum Gegenstand haben, werden grundsätzlich vorrangig gefördert. Die Partner müssen ihre Rechte und Pflichten in einem Kooperationsvertrag regeln. Für die Beteiligung am Wettbewerb ist ein Letter of Intent ausreichend.

Weitere Informationen findet man hier.

Kategorie: Fördermittel, Methodik | Keine Kommentare »

Vernetztes Denken und Handeln in der Praxis

Freitag 9. Januar 2009 von Frank Plaßmeyer

Nun ist die erste Arbeitswoche im neuen Jahr schon vorüber. Im IJOS war gleich zu Beginn des neuen Jahres eine Menge los. Im Bereich der Leistungsentgelte Jugendhilfe waren zahlreiche Entgelte im Auftrag unserer Mandanten zu beantragen und zu verhandeln. Auch zwei Schiedsverfahren mussten wir leider Gottes (mal wieder) in Nordrhein-Westfalen einleiten.

In der ruhigen Weihnachtszeit habe ich mich diesmal mit einem brandneuen Buch von Jürg Honegger beschäftigt. “Vernetztes Denken und Handeln in der Praxis”. Ein - wie ich finde - gut gelungenes Buch für alle, die sich mit der Methodik des Vernetzten Denkens auseinandergesetzt haben und nun einen Praxisratgeber benötigen. Jürg Honegger stellt die Methode Netmapping vor. Diese verknüpft den Ansatz des Vernetzten Denkens mit weiteren Führungsinstrumenten (z.B. mit der Balanced Scorecard).  Eine durchgehende Fallstudie verdeutlicht die einzelnen Schritte der Methode. Im letzten Kapitel lernen wir dann das Jonglieren in 60 Minuten. Was das nun mit der Methode des Vernetzten Denkens auf sich hat sollten Sie selber nachlesen.

Kategorie: Allgemein, Literatur, Methodik | Keine Kommentare »

Das ToolBlog

Samstag 15. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Mein Kollege Sergio Chow und ich sind seit vielen Jahren mit dem Ravensburger Organisationsentwickler Dr. Stephan List befreundet. Seit 1991 ist dieser als Berater, Trainer und Coach in den Bereichen Arbeitsmethodik, Selbstmanagement (Personal Performance), Problemlösung und Kreativität aktiv. Empfehlen möchte ich sein Weblog ToolBlog, das aus Begeisterung für David Allens Methode “Getting Things Done” entstand. Im ToolBlog schreibt Stephan List über alle Facetten der persönlichen Arbeitsorganisation. Viele interessante Themen werden behandelt: Kniffe, Methoden, Software und Kurioses. Aus der Praxis für die Praxis. Das ToolBlog ist für mich eine tägliche Anlaufadresse und Informationsquelle. Wer mehr über David Allens Methode “Getting Things Done” in Erfahrung bringen möchte, der sollte neben dem ToolBlog auch unseren Veranstaltungskalender im Auge behalten. Am 28. Mai 2009 wird Dr. List ein IJOS-Seminar zu dieser Methodik in Unna durchführen. Die Veranstaltung kann ab sofort bei meiner Kollegin Sabine Juhr gebucht werden.

Kategorie: Allgemein, Methodik | Keine Kommentare »

Vernetztes Denken

Sonntag 26. Oktober 2008 von Frank Plaßmeyer

Seit meiner Begegnung mit Dr. Jürg Honegger auf dem 1. Weltkongress für Systemisches Management in Wien im Jahre 2001 befasse ich mich mit der Methodik des Vernetzten Denkens. Wer sich dem Thema nähern möchte, dem empfehle ich das Buch des im Jahre 2003 verstorbenen Frederic Vester: “Die Kunst vernetzt zu denken”. In Strategie-Workshops arbeite ich hin und wieder mit der Methodik und setze in diesem Zusammenhang ein Simulations-Tool ein. Sehr empfehlenswert und auch für Mac-Anwender bestens geeignet ist der Consideo-Modeler. Mit diesem als Freeware erhältlichen Programm kann man wunderbar Wirkungskreisläufe erarbeiten. Mindmapping war definitiv gestern!

Kategorie: Literatur, Methodik, Software | Keine Kommentare »