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Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement

Archiv für November, 2008

Mehrausgaben im Bereich Kindertagespflege

Mittwoch 26. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Gestern teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit, dass die Zahl der betreuten Kinder im Bereich der öffentlich geförderten Kindertagespflege (als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung) gegenüber dem Vorjahr um 13000 beziehungsweise 18% angestiegen ist. Die  Zahl der Kinder unter drei Jahren in Kindertagespflege hat sich in Schleswig-Holstein nahezu verdoppelt (+ 91%), Auch Niedersachsen (+ 72%) und Rheinland-Pfalz (+ 65%) verzeichnen hohe Zuwachsraten.
 
Betreut wurden die 86000 Kinder im März 2008 von rund 36400 Tagesmüttern oder Tagesvätern. Das sind 3250 mehr als im Jahr zuvor (+ 10%). Die Ausgaben der öffentlichen Hand für die Förderung von Kindern in Tagespflege stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 39 Millionen Euro auf nun 199 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 24%.
 Detaillierte Informationen sind im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes zu finden.

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Sind alle nach § 45 SGB VIII genehmigten Plätze im Rahmen von Entgeltvereinbarungen zu berücksichtigen?

Mittwoch 26. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Nein! Einrichtungsträger können frei entscheiden, ob sie Entgelte für die gesamte Einrichtung oder nur für Einrichtungsteile vereinbaren möchten. Einem Einrichtungsträger bleibt es unbenommen, Vereinbarungen nach § 78 b SGB VIII lediglich hinsichtlich einer oder mehrerer Teileinrichtungen abzuschließen oder den Abschluss von Vereinbarungen auf bestimmte Platzzahlen zu begrenzen. Die Übernahme aller nach § 45 SGB VIII genehmigten Plätze ist nicht zwingend erforderlich.

Diese Rechtsauffassung kann man dem jüngsten Rechtsgutachten von Rechtsanwalt Rüdiger Meier aus Hamburg entnehmen (Seite 12), der im Auftrag des PARITÄTISCHEN Brandenburg und der Kinder- und Jugendhilfe-Verbund gGmbH Kiel die Praxis der Verhandlung und der Umsetzung von Vereinbarungen nach § 78b SGB VIII unter Berücksichtigung der Verwaltungsvorgaben einzelner Landkreise im Land Brandenburg analysiert und bewertet hat. Das gesamte Gutachten können Sie hier einsehen. Ich werde in den nächsten Tagen immer wieder einmal auf Details des Gutachtens eingehen.

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Heimerziehung in den 50er/60er Jahren

Dienstag 25. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Seit längerer Zeit befasst sich die Fachöffentlichkeit mit dem Thema der Fehlentwicklungen in der Heimerziehung der 50er/60er Jahren. Aufgrund von Eingaben Ehemaliger an den Petitionsausschuss des Bundestags hat sich dieser seit dem Jahre 2006 intensiv mit dem Thema befasst. Vor diesem Hintergrund wurden der AFET (Bundesverband für Erziehungshilfen) und das DIJuF (Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht) um Rat gebeten, wie eine Aufarbeitung der Thematik durchgeführt werden kann. AFET und DIJuF haben nun eine Rahmenkonzeption für ein entsprechendes Projekt erstellt, die dem Petitionsausschuss im August 2008 zugesandt wurde. Die Rahmenkonzeption und weitere Informationen können hier nachgelesen werden.

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TV-Tipp: Vater, Mutter, Pflegekind - Meine neue Familie

Montag 24. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Heute um 19.30 Uhr sendet N-TV eine Reportage mit dem Titel “Vater, Mutter, Pflegekind - Meine neue Familie”. Weitere Infos zur Reportage finden sie hier. Eine weitere Beschreibung des ISG-Telgte steht hier als PDF zum Donwload bereit.

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Ausgaben und Einnahmen der Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe 2007

Freitag 21. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Gestern teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit, dass die Ausgaben für vorläufige Schutzmaßnahmen (hierzu gehören vor allem Inobhutnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls), bundesweit um 19% gegenüber 2006 gestiegen sind.

Bund, Länder und Gemeinden wendeten für Hilfen zur Erziehung im Jahre 2007, mit insgesamt 5,4 Milliarden Euro nahezu 5% mehr als im Jahre 2006 auf. Hiervon entfielen 3,5 Milliarden Euro (+ 3% gegenüber 2006) auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderen betreuten Wohnformen. Für sozialpädagogische Familienhilfen erhöhten sich die Ausgaben um 13% auf 446 Millionen Euro. Die vollständige Statistik wird ab dem 28. November 2008 im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes (Suchbegriff „Ausgaben Jugendhilfe”) abrufbar sein.

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Auszeichnung für das Modellprojekt: “Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern”

Donnerstag 20. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Das Modellprojekt „Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern” des Berliner AMSOC e.V. wurde soeben mit dem IZT-Zukunftspreis 2008 des Berliner Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung ausgezeichnet. In ganz Deutschland gibt es weit über eine Million Kinder, um die sich das Gesundheitssystem derzeit praktisch gar nicht kümmert und bei denen die Jugend- und Sozialämter bisher wenig Möglichkeiten haben, helfend einzugreifen. Hier wird im Rahmen des Patenmodells angesetzt. Ausführliche Informationen zum Modellprojekt erhalten Sie hier.

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Familienleistungsgesetz fördert familienunterstützende Dienstleistungen

Donnerstag 20. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Das Bundeskabinett hat am 15. Oktober das Familienleistungsgesetz beschlossen. Mit dem Gesetz werden Familien in Deutschland zukünftig um jährlich mehr als zwei Milliarden Euro entlastet. U.a. wird die Förderung von familienunterstützenden Dienstleistungen deutlich vereinfacht. Die Förderung wird auf einheitlich 20 Prozent der Aufwendungen von bis zu 20.000 Euro (höchstens 4.000 Euro) pro Jahr ausgeweitet, die von der Steuerschuld abgezogen werden können. Mit der Neuregelung werden Aufwendungen in Höhe von bis zu 1.665 Euro monatlich gefördert.

Viele unserer Mandanten beschäftigen sich ganz aktuell mit der Frage, ob Dienstleistungsagenturen im Segment “Familienunterstützende Dienstleistungen” eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Leistungsportfolio darstellen könnten. Kunden, die eine solche Dienstleistungsagentur beauftragen, können nun durch das Familienleistungsgesetz Geld sparen: die steuerlich berücksichtigungsfähigen Aufwendungen steigen von derzeit 3.000 Euro auf bis zu 20.000 Euro. Mehr Informationen findet man hier.

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Kostenloses Mind-Map-Werkzeug

Dienstag 18. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Ich bin ja ständig auf der Suche nach guter Software für meinen Mac. Gerade eben bin ich wieder mal fündig geworden. Die neue Version des Mind-Map-Werkzeuges XMind 2008 (Version 3.0) ist ab sofort kostenfrei erhältlich. XMind ist eine sehr mächtige Anwendung mit vielen Features und steht auch für Windows- und Linux-Rechner zur Verfügung. Es funktioniert sogar als Anwendung auf einem USB-Stick. Dieses Programm sollten Sie unbedingt einmal ausprobieren. Ich bin begeistert!

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Rahmenvertrag I (NRW) - Personalschlüssel für Zivildienstleistende

Dienstag 18. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Im Juni 2003 habe ich zusammen mit meiner Kollegin Ulrike Martin für die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in NRW die erste umfangreiche Arbeitshilfe zum Rahmenvertrag I redaktionell auf den Weg gebracht. Im Juni 2007 veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft eine Neuauflage mit allen aktuellen Veränderungen des Rahmenvertrages. Da ich in Beratungsprozessen immer wieder danach gefragt werde, möchte ich darauf hinweisen, dass sich auf S. 38 der Arbeitshilfe ein Fehler eingeschlichen hat. Das Personaltableau der Anlage 2 enthält leider keinen Personalschlüssel für Zivildienstleistende und VorpraktikantInnen. Dieser wurde aber per Rahmenvertrag auf 1:25 festgelegt und ist nach wie vor gültig.

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Zahlen, Daten und Fakten zur frühkindlichen Bildung

Montag 17. November 2008 von Frank Plaßmeyer

Die frühkindliche Bildung und Betreuung weist in den 16 Bundesländern signifikante Unterschiede auf. In Westdeutschland überzeugt vor allem die Qualität des Angebotes (gemessen am Personalschlüssel). Im Osten hingegen stehen wesentlich mehr Betreuungsplätze zur Verfügung. Dies ist ein Ergebnis einer Analyse der frühkindlichen Bildungssysteme, welche durch die Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde. laendermonitor.de zeigt alle Daten im Bundesländervergleich. Hier besteht die Möglichkeit, sich individuelle Vergleiche nach einzelnen Fragen und Ländern zusammenzustellen. Alle Informationen und Indikatoren stehen als Download zur Verfügung.

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