IJOS - BLOG

Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement

Archiv für September, 2009

Wir legen nach: Die fünfte Ausgabe des IJOS-Informationsdienstes Jugendhilfe

Samstag 26. September 2009 von Frank Plaßmeyer

Unser 2IJ (IJOS-Informationsdienst Jugendhilfe) gewinnt mit jeder Ausgabe eine größere Leserschaft. Dafür möchten wir uns bei Ihnen recht herzlich bedanken und legen eine weitere Ausgabe nach, denn gerade eben hat unser Kollege Dr. Michael Seligmann eine brandaktuelle 2IJ-Ausgabe zur Veröffentlichung freigegeben.

Hier die Themen der Ausgabe September 2009

• Ausblick statt Aufbruch. Die Agenda der Jugendministerien
• Strafermittlung distanziert Zusammenarbeit
• Die Kooperationslage zu Sexualdelikten gegen Kinder
• Krankenhaus schreckt nicht ab - Saufen bis ins Krankenbett bleibt
• Doppelt teuer: Klassenwiederholungen von Bertelsmann untersucht
• Die Vorsorge im Zwangsvollzug - NRW, die U-Untersuchungen und das Jugendamt
• Verantwortung kostet Geld - Begrenzung der Umsatzsteuerbefreiung in der OGS
• Vernetzung als Pflaster. Der Landschaftsverband Rheinland fördert
• Koordination gegen Kinderarmut
• Freiwillig, aber organisiert - Die Freiwilligenagentur für Jungs
• Vergiftetes Heim - Ein nützlicher Ratgeber für den stationären Bereich
• Cyber mit echten Folgen: Mobbing im Internet
• Neues Familiengerichtsverfahren - eine Arbeitshilfe
• Pädagogisch-Konzeptionelles A Motivia - Schulmüdigkeit verringern durch Empowerment

Alle Mitglieder des IJOS-Servicecenter Jugendhilfe (für Einrichtungen) erhalten unseren monatlichen Newsletter kostenfrei. Alle anderen Interessierten können unseren Newsletter im Abonnement für 10 EUR im Monat beziehen. Bei Interesse senden Sie doch bitte einfach ein EMail an meine Kollegin Sabine Juhr.

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Wie erwartet: Keine Veränderung beim Sachkostenanhaltswert in NRW für 2010

Donnerstag 10. September 2009 von Frank Plaßmeyer

Mit heutigem Datum informiert die Landeskommission Jugendhilfe Nordrhein-Westfalen über den für das Jahr 2010 geltenden Sachkostenanhaltswert nach § 10 des Rahmenvertrages I (NRW). Hier die Begründung der Geschäftstelle: “Lt. Anlage VII zum Rahmenvertrag Jugendhilfe NRW Teil I und Teil II wird der Sachkostenrichtwert jährlich auf Basis des Verbraucherpreisindexes NRW, Basisjahr 2000 = 100, fortgeschrieben. Konkrete Fortschreibungsbasis ist der Wert für August 2004 = 106,6 Punkte, der jährlich zum 01.01. des Folgejahres um die Veränderung zum jeweiligen August-Wert fortgeschrieben wird. Da sich der Index für August 2009 gegenüber dem Index für August 2008 nicht verändert hat, gelten die Sachkostenrichtwerte 2009 für 2010 in identischer Höhe weiter.”

Das Rundschreiben der Geschäftsstelle der Landeskommission steht hier zum Download bereit.

Das war aus meiner Sicht übrigens genau so zu erwarten. Trotzdem sollte man wissen, dass bei nachweisbaren höheren realen Sachkosten (trotz wirtschaftlichen und sparsamen Handelns) im Ausnahmefall ein höherer Wert vereinbart werden kann. Aus eigenen Erfahrung kann ich sagen, das ein solcher Ausnahmefall häufiger vorkommt als man denken könnte.

Noch etwas: Wenn es Sie irritieren sollte, dass einerseits (auch im Rahmenvertrag) von einem Sachkostenrichtwert und andererseits von einem Sachkostenanhaltswert die Rede ist, dann können Sie ruhig irritiert sein. Hier konnte man sich offensichtlich nicht auf einen Terminus einigen. Das ist einer von vielen möglichen Erklärungsversuchen zu dieser kleinen Unzulänglichkeit im NRW-Rahmenvertrag. Ist aber nicht wirklich wichtig…

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Aufwandsentschädigungen in gemeinnützigen Vereinen gefährden die Gemeinnützigkeit

Montag 7. September 2009 von Frank Plaßmeyer

Die Satzungen von gemeinnützigen Vereinen müssen ausdrücklich vorsehen, dass ihren Vorständen Aufwandsentschädigungen gezahlt werden. Nach dem Gesetz zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements aus dem Jahr 2007 ist das zwar bis 500 Euro für nebenberufliche Mitarbeitende (in diesem Fall Vereinsvorstände) steuerfrei, muss aber laut Bundesfinanzministerium in der Satzung vorgesehen sein. Anderenfalls verlieren Vereine, die dies ohne Satzungsabsicherung tun ihre Gemeinnützigkeit ab 2010.

Mein Kollege Dr. Michael Seligmann informiert in unserer neuen Ausgabe des 2IJ über dieses für manche Vereine beunruhigende Thema.

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“Hängen im Schacht” im Landkreis Osnabrück

Freitag 4. September 2009 von Frank Plaßmeyer

Heute gab es mal wieder interessante Neuigkeiten zum Thema “Sozialraumorientierung im Landkreis Osnabrück”. Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, dass aufgrund mehrerer Klagen gegen die Konzeption des Landkreises vor dem Verwaltungsgericht nun auch die Freie Wohlfahrtspflege, repräsentiert durch die Diakonie-Stifung Melle, sich über die schwierige Situation beklagt. Immerhin hätte man sich ja bereits planerisch auf die neuen Budgets eingestellt (Personal, Räume, Finanzen). Nun ist “Hängen im Schacht” angesagt. Die Statements des Landkreises Osnabrück werden in diesem Zusammenhang verhaltener. Kreisrat Matthias Selle gab bekannt, dass der Landkreis weiterhin die Region in acht Sozialräume aufteilen wird. “Verträge mit ausgewählten Sozialraumträgern über exklusive Mitspracherechte auf wesentliche Teile eines zuvor festgelegten Jugendhilfebudgets wird es aber vorerst nicht geben.” Mal sehen, was als nächstes kommt.

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George Orwell betreibt das SGB VIII: Berliner Expertise zum Musterjugendamt

Mittwoch 2. September 2009 von Frank Plaßmeyer

Der Berliner Senat hat bei der Firma Steria Mummert Consulting AG (zusammen mit der Muttergesellschaft ca. 2 Milliarden Euro Jahresumsatz) eine Studie für ein „Musterjugendamt” in Auftrag gegeben. Auf der Grundlage von Daten aus der Kosten- und Leistungsrechnung entwickelt das Gutachten ein Berechnungsmodell, beschreibt ideale Prozessabläufe und Organisationsschemata für ein sozialräumlich arbeitendes Jugendamt. Empfohlen wird, eigene operative Angebote der Jugendämter in den Bereichen Jugendförderung allgemein (Jugendfreizeiteinrichtungen), Jugendsozialarbeit, Familienberatung und im Bereich Tages- und Vollzeitpflege (§§24 und 33 SGB VIII) an Dritte abzugeben. Die Ämter sollen sich verstärkt auf Vergabe, Zielvereinbarungen, Controlling und die Aufgaben nach §8a konzentrieren. Die Analyse bleibt blutleer, wird aber nicht folgenlos für die zukünftige Gestaltung von Jugendämtern bleiben.

Mein Kollege Dr. Michael Seligmann informiert in unserer neuen Ausgabe des 2IJ umfangreich über dieses höchst brisante Thema.

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OECD-Studie zur Kinderarmut gibt Deutschland miese Noten

Dienstag 1. September 2009 von Frank Plaßmeyer

Einer aktuellen OECD-Studie zufolge geben die Deutschen für Kinder 10 bis 20 Prozent mehr für Bildung, Dienstleistungen und direkte Finanztransfers aus als es in anderen OECD-Ländern der Fall ist. Trotzdem lebt fast jedes sechste Kind in Armut. Die OECD empfiehlt in diesem Zusammenhang, die staatliche Familienförderung in Deutschland gezielter einzusetzen.  ”Deutschland sollte seine Transfers stärker auf bedürftige Kinder und deren Familien konzentrieren. Außerdem sollten Dienstleistungen wie Kinderbetreuung und Ganztagsschulen weiter ausgebaut werden”, riet die OECD-Referentin Monika Queisser bei der Vorstellung der Studie. Weitere Infos findet man hier.

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Unkonkrete Wahlprogramme verunsichern den Wähler

Dienstag 1. September 2009 von Frank Plaßmeyer

Die Wahlprogramme der fünf großen Parteien bleiben durchweg unkonkret, wenn es um Kinder- und Jugendhilfe geht. Im Kita-Bereich werden Ausbau und Beitragserleichterung in Aussicht gestellt. Die FDP wirbt für Gutscheinlösungen und Privatisierung. Kindesschutz finden alle wichtig. Die Jugendämter personell ausbauen wollen insbesondere Grüne und FDP. Freiwilligendienste haben überall Konjunktur. CDU/CSU und SPD garantieren die bisherige Jugendarbeit oder wollen sie stärken. Arbeitsfelder mit einer mittelfristigen politischen Zukunft sind Frühförderung und Zusammenarbeit Kita-Schule insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund. Mein Kollege Dr. Michael Seligmann hat die bestehenden Wahlprogramme analyisiert und die wichtigsten Aussagen zu Kinder-und Jugendhilfethemen in unserer neuen Ausgabe des 2IJ zusammen gefasst.

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