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Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement

Archiv für Dezember, 2009

Info Nr. 7 der Landeskommission Jugendhilfe NRW

Sonntag 27. Dezember 2009 von Frank Plaßmeyer

Zum Jahreswechsel gibt es wieder Neuigkeiten aus der NRW-Landeskommission Jugendhilfe. Aus der Sitzung des Landeskommission Jugendhilfe in NRW vom 25.11.2009 teilt die Geschäftsstelle beim Landschaftsverband Rheinland mit Schreiben vom 23.12.2009 gleich mehrere Beschlüsse der Landeskommission insbesondere zu folgenden Themenbereichen mit:

  • Infokatalog NRW
  • Neubauprojekte
  • Berechnung Fachleistungsstunde

Die vollständige Info kann man hier als PDF-Datei herunterladen.

Ich werde die Beschlüsse zu gegebener Zeit ausführlich kommentieren. Bereits jetzt möchte ich aber darauf hinweisen, dass ich zum Thema “Neubauprojekte” auf Anfrage eine spezielle Beratung anbiete.

Noch etwas zum Schmunzeln: Auf Seite 6 der Info werden 42,5 qm4 (!!!) als Berechnungsgröße für die Kosten pro m2 bei Neubauten benannt. Bevor Sie jetzt den Taschenrechner rausholen… Lassen Sie es…! Da ist der Geschäftsstelle lediglich ein kleiner Patzer unterlaufen.

Nachfolgend zu diesem Thema noch ein Auszug aus Wikipedia: “Das Einheitenzeichen für Quadratmeter ist m2. Die oft verwendeten Abkürzungen qm oder m^2 sind entsprechend dem SI-Einheitensystem nicht zulässig. Diese Bezeichnungen stammen aus der Frühzeit der Schreibmaschine bzw. des Computers, als die hochgestellte 2 noch nicht darstellbar war.”

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Ein frohes Weihnachtsfest!

Mittwoch 23. Dezember 2009 von Frank Plaßmeyer

Das gesamte IJOS-Team wünscht Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Wir hoffen, dass wir Ihnen an dieser Stelle auch im Jahr 2010 wertvolle Einblicke in unsere Arbeit geben können. Unseren Mandanten danken wir herzlich für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

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Sozialraumorientierung im Landkreis Osnabrück - Hintergründe

Montag 7. Dezember 2009 von Frank Plaßmeyer

Mit einer einstweiligen Anordnung ist dem Landkreis Osnabrück vom Verwaltungsgericht Osnabrück untersagt worden, die Sozialraumbudgetierung ab 1.1.2010 einzuführen.

Zum Hintergrund: Der Landkreis Osnabrück wollte ab 1.1.2010 die so genannte Sozialraumbudgetierung einführen. Dazu wurden acht räumliche Bereiche gebildet, in denen jeweils ein einzelner Sozialraumträger den Großteil wenn nicht sogar sämtliche Aufgaben im Bereich der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe übernimmt. Die ausgewählten Träger sollten für ihre Sozialräume feste Jahresbudgets bekommen und weitgehend freie Hand bei deren Gestaltung erhalten. Im Mai 2009 verkündete der Landkreis stolz, wer die einzelnen Träger (8 von insgesamt 21 Angeboten) sein werden. Vier nicht berücksichtigte Anbieter erhoben gegen das neue Steuerungsmodell Klage. Drei haben in einem ersten Schritt vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück bereits vorläufig Recht bekommen. Dazu die Anwälte der Kläger: „Die Reform will aber im Kern etwas anderes: Die Entscheidungshoheit des Jugendamtes soll an freie Träger delegiert werden, die mit erheblich abgesenkter rechtlicher Verbindlichkeit Entscheidungen an ihren finanziellen Überlegungen orientieren sollen. Es soll sich für die Träger lohnen, eine „günstigere” Hilfeform zu erbringen.” Das sei mit dem SGB VIII und der Berufsfreiheit im Grundgesetz nicht vereinbar. Die noch nicht rechtskräftige Entscheidung begründet dies mit der klar ersichtlichen Beschneidung der Marktchancen, der im Auswahlverfahren unterlegenen Einrichtungen: “Durch die Einführung des sozialraumorientierten Modells im Gebiet des Landkreises Osnabrück wäre eine unzulässige Beeinflussung des Wettbewerbs unter den Trägern der freien Jugendhilfe und damit ein Beeinträchtigung der durch Artikel 12 des Grundgesetzes geschützten Berufsausübungsfreiheit der Antragsteller gegeben, die mangels gesetzlicher Grundlage rechtswidrig wäre”, heißt es darin. Der Landkreis wird gegen die Urteile Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg einlegen. Sozialdezernent Matthias Selle hatte schon vor einigen Wochen mitgeteilt, dass es aufgrund der Verfahren vorerst keine Verträge mit den ausgewählten Sozialraumträgern geben werde. Die Sozialraumbüros werden dennoch im Januar 2010 eröffnet, allerdings nur mit Mitarbeitenden der Kreisverwaltung besetzt.

Mein Kollege Dr. Michael Seligmann informiert in unserer neuen Ausgabe des 2IJ umfangreich über dieses höchst brisante Thema.

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Winter der Ahnungslosigkeit? Nein danke!

Mittwoch 2. Dezember 2009 von Frank Plaßmeyer

So langsam spricht es sich in der Jugendhilfe herum, dass unser 2IJ (IJOS-Informationsdienst-Jugendhilfe) genau das richtige Informationsmedium ist, um sich in Kürze auf den aktuellsten Stand zu bringen.

Wir bedanken uns für die vielen positiven Rückmeldungen zu unserem 2IJ. Insbesondere die Art und Weise, wie die Informationen durch Dr. Michael Seligmann fachmännisch aufbereitet werden, kommt besonders gut an. Gerade eben hat der Kollege eine weitere brandaktuelle 2IJ-Ausgabe zur Veröffentlichung freigegeben.

Hier die Themen der Ausgabe November 2009

  • Aufblasen. Die „große Lösung” für Kinder mit Behinderungen kündigt sich an
  • Sozialraumbudget adé. Ein richtungsweisender Rechtsstreit im Landkreis Osnabrück
  • Schutzfolie. Haftungsbegrenzung für ehrenamtliche Vorstände (Verein, Stiftung)
  • Bekämpft die Frogs. Minden und 22 andere Kommunen klagen gegen KiFÖG-Kosten
  • Bei Opas Anruf: Nichts. Kein subjektiver Rechtsanspruch nach §8a für Dritte
  • VAMV und eine hilfreiche Broschüre zum neuen FamFG
  • Richterlicher Protest. Der 18. Deutsche Familiengerichtstag und das neue FamFG
  • Da kriegst du die Krise. Die Kosten stiegen auch in 2008 weiter an
  • Schützen und Verstehen. Kinder mit Migrationshintergrund in häuslicher Gewalt
  • Mobbing macht blöd. Jüngere einer Schulklasse besonders gefährdet
  • Alleingelassen schlagen. Eine Befragung stationärer Erziehungshilfe zu ihren Reaktionen auf „unerwünschtes Verhalten”
  • Salutogenese 4You. Gesundheitsförderung in Stationären Einrichtungen
  • Diagnose mangelhaft. Defizite im Umgang mit ADHS

Alle Mitglieder des IJOS-Servicecenter Jugendhilfe (für Einrichtungen) erhalten unseren monatlichen Newsletter kostenfrei. Alle anderen Interessierten können unseren Newsletter im Abonnement für 10 EUR im Monat beziehen. Bei Interesse senden Sie doch bitte einfach ein EMail an meine Kollegin Sabine Juhr.

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