IJOS - BLOG

Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement

Archiv für September, 2010

Experten: “Große Lösung” bei Kinder- und Jugendhilfe muss kommen

Montag 27. September 2010 von Dr. Michael Seligmann

Für die umfassende Zuständigkeit der Jugendhilfe für alle Kinder und Jugendliche unabhängig von eventuellen seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen sprechen sich die Autoren des 13. Kinder- und Jugendberichtes aus.

Bei einem öffentlichen Expertengespräch im Familienausschuss am Montagnachmittag sagte Professor Heiner Keupp, Vorsitzender der Sachverständigenkommission, gebraucht werde die “Große Lösung”. “Da müssen wir ran”, forderte der Sozialpsychologe. Es sei ihm bewusst, dass es mit “tiefgreifenden Veränderungen” verbunden sei, wolle man die bisher geltenden verschiedenen Sozialgesetzgebungen zu einem einzigen Gesetz zusammenführen. Derzeit, so ergänzte der Sozialpädagoge Christian Lüders, gebe es lediglich im Bereich der Kindertagesstätten ein flächendeckendes integratives Betreuungsangebot. “Danach ist Schluss damit”, so Lüders. Für alle Älteren bedeute dies: Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe auf der einen Seite und Behindertenhilfe auf der anderen Seite. Beide Maßnahmen seien sehr spezialisiert, aber gleichzeitig auch voneinander isoliert. “Ein behinderter Jugendlicher mit einem Drogenproblem ist im derzeitigen Hilfesystem nicht denkbar”, kritisierte Lüders, ebenfalls Mitglied der Sachverständigenkommission. Bei den Arbeiten am Kinder- und Jugendbericht sei zudem aufgefallen, dass es keine Studien über die “subjektiven Sichtweisen” Kinder und Jugendlicher mit Behinderungen gebe. “Die unzureichende Datenlage ist im Grunde ein Skandal” befand Lüders.
Im 13. Kinder- und Jugendbericht, der unter dem Titel “Mehr Chancen für gesundes Aufwachsen - Gesundheitsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe” stand, verweisen die Wissenschaftler zudem darauf, dass nach wie vor der soziale Status entscheidend für die Gesundheit der Kinder- und Jugendlichen sei. Besonderen Förderungsbedarf sehen Keupp und Lüders daher bei Kindern, die in Armut aufwachsen, bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ebenso wie bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Gleiches gelte auch für Kinder von psychisch kranken Eltern und traumatisierte Kinder und Jugendliche.
Auf die geforderte große Lösung eingehend zeigte sich Professor Keupp optimistisch, auf diesem Wege voranzukommen. Schließlich, so Keupp, habe die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme zu dem vorgelegten Bericht deutlich gemacht, ebenfalls an einer Zusammenfassung der Leistungen für Kinder und Jugendliche interessiert zu sein.

Quelle: Deutscher Bundestag
http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_09/2010_302/02.html

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Hartz-IV-Empfänger bekommen fünf Euro mehr!

Sonntag 26. September 2010 von Frank Plaßmeyer

Jetzt ist es raus. Die Arbeitslosenhilfe wird aufgestockt.

“Wir haben eine Lösung gefunden, die sachgerecht ist.” (Angela Merkel, Bundeskanzlerin)

Ich schäme mich zutiefst!

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Bundesweite IJOS-Studie zum Thema Leistungsentgelte gestartet

Montag 13. September 2010 von Frank Plaßmeyer

In unserer bundesweiten Online-Befragung geht es uns darum, Einrichtungsträger im Bereich der Erziehungshilfen zum Thema „Verhandlung von Leistung, Entgelt und Qualitätsentwicklung” zu befragen. Wir möchten in der 1. Befragungsrunde insbesondere in Erfahrung bringen, wie Sie die aktuelle Lage einschätzen und wie Sie die Kooperation mit den Öffentlichen Trägern der Jugendhilfe bewerten. In der 2. Befragungsrunde werden wir dann konkrete Daten aus Ihren individuellen Entgeltverhandlungen abfragen. Die Teilnahme an den beiden Befragungsrunden ist freiwillig und kann jeweils unabhängig voneinander erfolgen.

Der Zeitaufwand für den 1. Teil der Befragung beträgt ca. 3 - 5 Minuten.

Die Erhebung der Daten erfolgt in anonymer Form. Es ist nicht möglich von den Ergebnissen der Umfrage auf einzelne Teilnehmer rückzuschließen. Außerdem kann man jederzeit abbrechen. Die Antworten werden ausschließlich von uns statistisch ausgewertet und im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie verwendet und veröffentlicht. Alle Teilnehmenden erhalten nach Abschluss der Studie eine Auswertung per E-Mail.

Was Sie tun müssen, wenn Sie mitmachen möchten?
Ganz einfach. Schicken Sie uns ein E-Mail an: info@ijos.net

Sie erhalten dann eine individuellen Zugangs-Link zu unserer Befragung per E-Mail.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

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