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Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement

Archiv für März 20th, 2012

Mitarbeiterbindung - Gallup Engagement Index

Dienstag 20. März 2012 von Frank Plaßmeyer

Eine interessante Studie zur Mitarbeiterbindung…

Vielleicht haben Sie es schon in der Presse gelesen. Heute wurde mal wieder der jährlich erhobene “Gallup Engagement Index” veröffentlicht. Die Ergebnisse erschrecken: Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland schafft es nicht seine Mitarbeitenden emotional zu binden. Jeder vierte hat innerlich gekündigt - 63% machen lediglich “Dienst nach Vorschrift”.

Woran liegt’s? Laut der Studie liegt es weniger an der Art der Arbeit oder der Bezahlung. Vielmehr geht es um Aspekte wie Führungsverhalten, Förderung der persönlichen Entwicklung der Mitarbeitenden und um Wertschätzung!

Mit großer Wahrscheinlichkeit können wir annehmen, dass sich die Sozialwirtschaft von anderen Wirtschaftsbereichen in diesen Fragen kaum unterscheidet. Gerade in Verbindung mit dem bereits akuten Fachkräftemangel und der demografischen Entwicklung sollten bei solchen Umfrageergebnissen die Alarmglocken läuten.

Als IJOS beschäftigen wir uns schon seit längerem mit dem Thema Personalentwicklung. In Kürze werden wir genau zu diesem Thema ein größer angelegtes Projekt starten.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Hier geht es zur Studie.

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Einer gegen Alle?

Dienstag 20. März 2012 von Frank Plaßmeyer

Gerade eben bin ich im Internet auf einen interessanten Vorab-Artikel von Prof. Dr. Wolfgang Hinte gestossen.

In der gekürzten Vorabfassung, des im kommenden FORUM für Kinder- und Jugendarbeit (Mitte März, Ausgabe 1/2012) erscheinenden Artikels plädiert Prof. Wolfgang Hinte u.a. für die Abkehr von von einem markt-wirtschaftlich orientierten Finanzierungssystem hin zu einer Sozialraumbudgetierung (einer „bestimmten Summe für einen bestimmten Raum”). Hier schon mal der Link zum Artikel.

Mal abgesehen davon, dass die Hilfen zur Erziehung in Deutschland aus meiner Sicht und Erfahrung weit entfernt von marktwirtschaftlichen Strukturen sind, scheint dieser Artikel von zahlreichen Frustrationserlebnissen geprägt zu sein (siehe letzter Absatz), die wohl damit zu tun haben, dass bereits mehrmals von Sozialraumbudgetierung betroffene Träger von ihren Grundrechten Gebrauch gemacht und vor Gericht Recht bekommen haben.

Kritiker aufgepasst: Ich habe absolut gar nichts gegen den fachlichen Sozialraumorientierungsansatz. Nur gegen Kostenreduktion unter dem Sozialraum-Deckmantel sowie gegen korporatistisch geprägte Kartelle und daraus folgende Marktbegrenzungen habe ich entschieden etwas.

Und allen, denen die Berufsausübungsfreiheit von “nicht mit Fällen bedachten Therapeuten” ein Dorn im Auge sein sollte, denen empfehle ich mal die Lektüre des Grundgesetzes. Irgendwann werden Sie dann auf Artikels 79 (2) Grundgesetz stoßen. Der gibt ja eine Menge her für die, die den sogenannten “HzE-Markt” umkrempeln wollen :-)

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